Samstag, 21. März 2015

Erster Post

First things first

Zunächst Folgendes: Dieses kleine Projekt ist nun schon länger in der Denke, jedoch wurde es jetzt Zeit weniger zu denken und mehr zu machen; auch mal zur Tat zu schreiten und all das aufzuschreiben, was mir so durch den Kopf geht wenn ich mir etwas neues anschaue. Womit wir bereits beim Thema wären. Der Titel nimmt es schon ein wenig vorweg, dieser Blog soll auf seine ganz eigene Art eine beratende Funktion einnehmen, soll Anregungen geben und Euch vor potentiellen Streaming-Sünden bewahren, und all denen, die sich mit einer gesunden Film- und Serien-Affinität brüsten (#bingewatching, aber in Maßen!) als audiovisueller Kompagnon zur Seite stehen.

Wer zum Ausgleich auch gerne mal ein Buch in die Hand nimmt (oder den Kindle, soweit bin ich noch nicht) und sich nicht nur nächtelang vor dem Laptop/AppleTV/Leinwand vergräbt um eine Staffel zu schauen ist hier genau so willkommen wie der Game of Thrones-Enthusiast, der sich bereits das halbe Sortiment aus dem "Elbenwald"-Katalog bestellt hat, aber dies seinen Freunden gegenüber niemals zugeben würde. 

Was das Layout und den ganzen Seitenaufbau angeht - ich bin Anfänger, daher verzeiht diesen doch sehr rudimentären Auftritt, vielleicht schaffe ich es ja in den nächsten Wochen auch, mir noch wordpress o.Ä. beizubringen, das wäre natürlich dann ein bisschen ansehnlicher. Blogger muss hier erstmal reichen.

In diesem Sinne, viel Spaß beim Lesen - Kommentare sind erwünscht.





NETFLIX (Obacht: Spoiler)

Review: House of Cards / Staffel 3 (A.K.A. "I'm leaving you....")

"Sag mal Bescheid, wie du das Ende findest", so ein Freund, der damals schon fertig war mit dieser dritten 'Tour de Force' aus dem porösen Polit-Universum des Francis Joseph Underwood. Tja, da saß ich dann da neulich abends und der Abspann lief und lief und lief - das inzwischen schon so gewohnte "Die nächste Folge beginnt in 12, 11, 10 Sek. ...." blieb aus. Die Vorwahl in Ohio ist gewonnen, die Frau ist weg. Einfach so. Kein finaler Twist, in dem sie sich dann doch noch besinnt bzw. einsieht, dass sie nur zu zweit im Weißen Haus bestehen können.
Aber was fangen wir jetzt damit an? Die diversen Trailer, und auch die vorab veröffentlichten Bilder zur neuen Staffel hatten einen stärkeren Fokus auf die Ehe, wenn man die als solche bezeichnen will, von Frank und Claire vermuten lassen, aber ich hatte nicht damit gerechnet, das ihr so viel Screentime zuteilwerden würde. Dennoch, mir hat die Konzentration auf die Beziehung der Präsidentenpaares gut gefallen, vermutlich lag es aber auch daran, dass die wirklich tiefschürfenden Geschichten über die beiden durch den Autor Thomas Yates (Paul Sparks) aufgedeckt werden. 
Yates ist ein gutes Bindeglied in dieser sehr dysfunktionalen Ehe, Sparks schafft es dieser (Rand)Figur eine gewisse Aura zu verleihen - bei Boardwalk Empire hatte seine Rolle in knapp vier Jahren keine wirkliche Entwicklung nehmen können und er blieb stets im Hintergrund. Das ist nun vorbei und er kann zeigen, was er drauf hat. Eine gute Casting-Wahl, da die anderen Nebencharaktere (Remy, Jackie, Freddy, Seth) nicht die selbe Präsenz haben wie noch in den vorigen beiden Staffeln; mit Ausnahme des Hackers Gavin Orsay (Jimmi Simpson), guter Mann für die Rolle!
Ein weiterer wichtiger Punkt ist natürlich die - schon seit Staffel eins bestehende - Hassliebe zwischen Doug und Rachel. Man wünscht sich ja zwischendurch fast, dass er sie einfach in seinem abgewrackten Truck sitzen lässt und die beiden gemeinsam in den Sonnenuntergang fahren. Aber nix da! Beau Willimon und seine Co-Produzenten machen auch dieser romantischen Träumerei (mit etwas Verzögerung) den Garaus und Doug ist schließlich wieder da, wo er hingehört: an der Seite von Underwood, als der treue Adjutant, der engste Vertraute nicht erst seit dem Tag als Frank nicht für den Außenministerposten nominiert wurde und der Stein ins Rollen kam. Dougs merkwürdigen Spritzen-Alkoholismus lasse ich hier außen vor, das war mir zu hoch.
Letzer Punkt: war diese dritte Staffel zu politisch? (Kann man das über eine Show, die sich um den U.S.-Präsidenten dreht überhaupt sagen?) Die Antwort lautet eindeutig 'Jein'.
Die ganzen Konflikte zwischen den U.S.A. und der Russischen Förderation sind einerseits politisch hochaktuell, andererseits haben gerade die Szenen auf Russischem Boden mit Präsident Petrov (furchteinflößend: Lars Mikkelsen) ihre Längen, und gleichzeitig versuchen die Autoren auch noch eine Diskussion um Schwulenrechte in eine schon recht prall gefüllte Folge zu stecken, was der Story (m.E. nach) nicht gut tut. Auch ist das ständige Ringen um "America Works" ein recht zähes Thema. Nichtsdestotrotz, das Gleichgewicht zwischen den zwischenmenschlichen Geschichten und den mühseligen politischen Scharmützeln ist da, und kann hoffentlich auch in Staffel vier aufrecht erhalten werden.

Womit wir auch schon wieder im Oval Office wären, dem Machtzentrum der U.S.-Administration. Wie lange kann Underwood sich dort noch halten? Taucht Claire doch noch in New Hampshire zur nächsten Wahlkampf-Runde auf? Ist Rachel wirklich tot? Wir werden es sehen, spätestens im Frühjahr 2016.


Preview: Bloodline / Staffel 1 (A.K.A. "We're not bad people, but we did a bad thing...")

Netflix hat also wieder ein Drama - und wir können uns drauf freuen. Das behaupte ich jetzt einfach, schlicht und ergreifend aus dem Grund, weil ich an die Kombination guter (und erfahrerener) Produzenten und sehr guter Schauspieler glaube. Sam Shepard, Ben Mendelsohn, Kyle Chandler, Sissy Spacek, Linda Cardellini sind alles Namen, die für Qualität stehen. Das ganze wird kombiniert mit den Erfindern von Damages, eine düstere Show, die für fünf sehr erfolgreiche Staffeln auf FX lief - die Begeisterung hierfür hat sich in Europa nie so richtig breit gemacht, warum auch immer.
Zurück zum Thema: Kyle Chandler ist zurück, endlich! Wer meine Begeisterung für seine fünf sehr unterhaltsamen Jahre als Coach Eric Taylor bei Friday Night Lights (NBC) nicht teilt, seis drum. Er kann die Show alleine tragen, wird er allerdings nicht tun müssen, siehe Rest der Besetzung. Gerade Mendelsohn hat so unglaubliches Potential, man erinnere sich nur an The Place Beyond The Pines.
Da ich selber erst ein paar Folgen gesehen habe, das Ganze ja nur als kleiner Tipp fungieren soll, und dieser Text nicht als Review gedacht ist nur so viel: hinsetzen, Netflix an, und gucken. Diese Famliensaga, situiert in den paradiesischen Florida Keys, hat es in sich und lässt immer aufs Neue ein paar Fragen offen, was das Pausieren nicht besonders leicht macht.



FILME
Ich mache es kurz, es wird spät:

Versuchen:   


Nightcrawler (Jake Gyllenhaal, beeindruckend)

Birdman (Nicht erst, seit er die Oscars plattgemacht hat)

Fury (Eher Männersache, denke ich) 

Gone Girl (Aber: erst das Buch lesen)


Vermeiden:


 The Hobbit - The Battle of the Five Armies (Für wahre Tolkien Fans wohl zu viel Spektakel)


The Maze Runner (Dystopische Teenie-Trilogie Nr. 197, zum Speien)


So weit, so gut. Die neusten Meinungen zu HBO und ein paar Tipps zu den 'kleinen' aber feinen Network-Shows von NBC, ABC, CBS, FOX, FX, AMC etcetera folgen in der nächsten Woche. Bis dahin, und immer schön glotzen.

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