Prolog
Zweite Runde. In der
Musikszene gibt es ja seit jeher die goldene Regel, dass das zweite Werk, das
Follow-Up zum Debüt, das schwierigste und gleichzeitig wichtigste ist. Also: Hauptsache
kein Druck.
Dieses Mal geht es, welch Überraschung, u.a. auch wieder um eine Netflix Serie, die aber auch wirklich ein Kracher ist. Jedoch möchte ich, wie im ersten Post bereits angekündigt, gerne auch auf die oft sehr stiefmütterlich behandelten ‚kleineren’ Shows aus den USA eingehen, die auf Grund der starken Präsenz der Streaming-Dienste und der Pay-TV-Sender (wie HBO und Showtime) Gefahr laufen, in Vergessenheit zu geraten. Hier werde ich ein paar Sätze zu meinen jeweiligen Favoriten verlieren und so ein paar Meinungen und Tipps preisgeben.
Des Weiteren schauen wir mal was bei HBO zur Zeit so geht. Ich sage nur: Sonntag, 12.04.2015. Die halbe Weltbevölkerung zwischen 16 und 40 Jahren wartet ja auf diesen Tag um endlich zu erfahren, welche Auswirkungen die Ermordung eines verbitterten Rentners während des nächtlichen Austretens für die sieben Königreiche und seine missratenen Kinder hat. Ach ja, und True Detective hat endlich einen Teaser sowie ein Release-Date für die neue Staffel.
Dieses Mal geht es, welch Überraschung, u.a. auch wieder um eine Netflix Serie, die aber auch wirklich ein Kracher ist. Jedoch möchte ich, wie im ersten Post bereits angekündigt, gerne auch auf die oft sehr stiefmütterlich behandelten ‚kleineren’ Shows aus den USA eingehen, die auf Grund der starken Präsenz der Streaming-Dienste und der Pay-TV-Sender (wie HBO und Showtime) Gefahr laufen, in Vergessenheit zu geraten. Hier werde ich ein paar Sätze zu meinen jeweiligen Favoriten verlieren und so ein paar Meinungen und Tipps preisgeben.
Des Weiteren schauen wir mal was bei HBO zur Zeit so geht. Ich sage nur: Sonntag, 12.04.2015. Die halbe Weltbevölkerung zwischen 16 und 40 Jahren wartet ja auf diesen Tag um endlich zu erfahren, welche Auswirkungen die Ermordung eines verbitterten Rentners während des nächtlichen Austretens für die sieben Königreiche und seine missratenen Kinder hat. Ach ja, und True Detective hat endlich einen Teaser sowie ein Release-Date für die neue Staffel.
Feedback, in jeglicher Form, ist natürlich auch heute wieder
erwünscht.
Ich wünsche viel
Spaß beim lesen.
NETFLIX
Review: Bloodline, Staffel 1 (A.K.A. “There
is nothing you can do to stop it.“)
Verdammt, da habe ich nur
ein paar Tage nach meinem ersten Eintrag direkt mal meine eigene Regel
(„Bingewatching, aber in Maßen!“) missachtet und mir die letzten 5 Folgen Bloodline schon drei Tage nach dem
Erscheinen auf Netflix gegönnt. Ich muss mich ja dafür (eigentlich) nicht
rechtfertigen, aber: ich konnte einfach nicht anders!
Ich habe seit langem nicht
mehr so eine dermaßen düstere Show gesehen bzw. eine Serie geschaut in der so
wenig Positives geschieht. Zwischendurch hatte ich immer auf eine Art ’Comic
Relief’ gewartet aber der stellte sich nicht so richtig ein. Das klingt jetzt
so, als wäre ich nicht begeistert. Ganz im Gegenteil: nach der letzten Szene in
Folge Dreizehn habe ich erst mal dagesessen und ein paar Minuten all das Revue
passieren lassen was mir da so aufgetischt wurde, und bin zu dem Schluss
gekommen, dass ich diese Show uneingeschränkt empfehlen kann.
Zerstörte Hoffnungen,
Enttäuschung, Gewalt und eine in sich ganz und gar inhomogene Familie – das
sind für mich die großen Themen dieser Geschichte über ein Ehepaar und seine vier
(bzw. fünf) Kinder, die mit Hilfe von Flashbacks und Vorschauen sehr clever und
spannend erzählt wird. Zunächst wird jedem Familienmitglied eine Folge
gewidmet, um den Zuschauer in die jeweilige Figur und ihre Charakterzüge
einzuführen, auch werden die Ereignisse aus der Vergangenheit immer wieder
angeschnitten, ohne sie jedoch vollends zu erklären bzw. zu erläutern inwiefern
sie für den inneren Konflikt des Charakters verantwortlich sind.
Sam Shepard gibt den (scheinbar) unkaputtbaren Patriarchen und nicht nur einmal wird deutlich gemacht: der Name der Familie Rayburn steht in den Florida Keys für Anstand, für Beständigkeit. Selbst ein Pier wird nach ihnen benannt. Der Familienbetrieb – ein malerisches Hotel direkt am Strand – floriert und bietet seit fast 50 Jahren ein Refugium für neureiche Städter am südlichsten Zipfel der vereinigten Staaten.
Sam Shepard gibt den (scheinbar) unkaputtbaren Patriarchen und nicht nur einmal wird deutlich gemacht: der Name der Familie Rayburn steht in den Florida Keys für Anstand, für Beständigkeit. Selbst ein Pier wird nach ihnen benannt. Der Familienbetrieb – ein malerisches Hotel direkt am Strand – floriert und bietet seit fast 50 Jahren ein Refugium für neureiche Städter am südlichsten Zipfel der vereinigten Staaten.
Das es mit dieser Herrlichkeit
natürlich nicht allzu lange weitergeht ist spätestens seit meinem Teaser im
ersten Post klar. “We’re not bad people.
But we did a bad thing“, wie John Rayburn (Kyle Chandler, seit Friday Night Lights ein wenig in die
Breite gegangen) es im Trailer schon sagt, beschreibt die Dreizehn folgen sehr
gut. Natürlich(!) sind die Rayburn-Sprösslinge in einem anständigen Haushalt
groß geworden aber jeder trägt alte Wunden mit sich herum, seien es psychische
oder tatsächliche Verletzungen aus der Vergangenheit. Wie dem auch immer sein
mag, alles fängt an sich zum schlechten zu wenden als Danny Rayburn (Ben
Mendelsohn, wirklich Bärenstark!) sich entschließt zum 45-jährigen Jubiläum des
Hotels nach Hause zurückzukehren. Seine Präsenz ist ein unmittelbarer Trigger
für diverse Ereignisse und macht die Familie innerhalb kürzester Zeit zu der,
„die man nicht sein will.“
Dannys totale
Gleichgültigkeit für Gefühle der Menschen um ihn herum und die seiner Familie
ist teilweise schon sehr krass, sein Bruder John bezeichnet in mehrfach als
Monster, aber tut dies schließlich nicht ganz unbegründet. Sein ganzes Leben lang war er
ein Außenseiter und spätestens seit dem frühen Tod der Schwester Sarah fühlte
er sich nicht mehr als Teil der Familie. Vom Vater misshandelt, von der Mutter zwar
geliebt aber nie wirklich wertgeschätzt lebte er Jahrelang vor sich hin und
kriegte nie etwas so richtig hin. Gerade diese mangelnde Zielstrebigkeit, das
Vagabundenleben gespickt mit Alkohol- und Drogenexzessen, unterscheidet ihn
maßgeblich von seinen Geschwistern John (Detective im Sherrifs Department) und
auch Meg (Linda Cardellini, Anwältin). Nicht jedoch von Kevin (Norbert Leo Butz),
der viel von seinem Vater geerbt hat, aber nicht monetär sondern was die
Charaktereigenschaften angeht. Seine kurze Zündschnur und emotionale
Instabilität sorgen mehrfach für brenzlige Momente und man hat nie das Gefühl,
dass er so verlässlich und stark sein kann wie er es gerne wäre.
Alle drei sind in festen
Beziehungen, aber müssen auf Grund der Ereignisse, die sich nach Dannys
Rückkehr entwickeln Entscheidungen treffen, die zwischenzeitlich dazu führen,
dass sie komplett alleine dastehen. Ob das sein Ziel war oder nicht, schafft
Danny es durch sein Verhalten, dass seine Geschwister – zumindest Zeitweise –
ähnlich Leiden müssen wie er es die letzten 25 Jahre getan hat. Schon in der
ersten Folge hatte er zumindest John vorausgesagt, dass dessen Leben nicht für
immer so perfekt sein würde......
Nachdem auch die ‚normalen’
Sender wie Fox und NBC mit guten und spannenden Dramen vorgelegt hatten und HBO
sich dieses Jahr auf sein Zugpferd Game
of Thrones und natürlich auch auf True
Detective verlassen kann (s.u.), war es für Netflix wichtig, neben House of Cards (wird vermutlich nur noch
eine weitere Staffel haben) eine weitere starke Dramaserie für dieses Jahr zu präsentieren, und das Ziel haben sie erreicht: Bloodline
unterhält und verstört gleichermaßen. Das überzeugt.
Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: ab nach Hause, hinsetzen, angucken!
Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: ab nach Hause, hinsetzen, angucken!
HBO
Preview: True Detective, Staffel 2
Da ist er endlich, der erste
Teaser für die zweite Staffel von True
Detective. Nach mehrmaligem Anschauen und diversen Schweißausbrüchen
gepaart mit nervösem Zucken der Extremitäten kann ich mit Fug und Recht
behaupten, dass sich die elende Warterei wohl lohnen wird.
Der knapp einminütige Clip kommt ohne Worte aus, und liefert trotzdem ein paar Antworten. Man kann nun z.B. davon ausgehen, dass – anders als noch in der ersten Staffel – alle ‚großen’ Darsteller auch eine tragende Rolle spielen. Wir sehen uns also ab dem 21. Juni 2015 mit vier Protagonisten konfrontiert: Vince Vaughn, Colin Farrell, Taylor Kitsch und Rachel McAdams.
Der knapp einminütige Clip kommt ohne Worte aus, und liefert trotzdem ein paar Antworten. Man kann nun z.B. davon ausgehen, dass – anders als noch in der ersten Staffel – alle ‚großen’ Darsteller auch eine tragende Rolle spielen. Wir sehen uns also ab dem 21. Juni 2015 mit vier Protagonisten konfrontiert: Vince Vaughn, Colin Farrell, Taylor Kitsch und Rachel McAdams.
Die Besetzung war ja schon
vor dem Trailer bekannt und die ersten Bilder vom Set wurden ebenfalls
vor ein paar Wochen geleakt, jedoch war ich mir nie richtig sicher, ob
Showrunner Nic Pizzolatto es schaffen würde, eine ähnliche Stimmung zu
erzeugen, wie wir sie schon in der ersten Staffel mit Woody Harrelson und
Matthew McConaughey erleben durften. Der Teaser beweist: es wird spannend,
gewalttätig, und hoffentlich ähnlich dramatisch wie schon im letzten Jahr.
Pizzolatto nimmt uns in
diesem Jahr aus den Sümpfen Louisianas mit an die Westküste ,nach Kalifornien,
und wir tauchen ein in die Welt von drei Polizisten (Farrell, Kitsch und
McAdams) und eines Berufskriminellen (Vaughn), die sich nach einem Mord in einem
Netz an Verschwörungen wiederfinden. Soviel hatte der Autor selber schon
verraten, und ich möchte an dieser Stelle auch nicht viel mehr mutmaßen – am
Ende liege ich eh falsch.....
Diese zweite Staffel
terminiert HBO also als Follow-Up der fünften Staffel von Game of Thrones und sichert
sich dadurch eine Quoten-Garantie im sonst
so schwierigen Sommerloch. Gemeinsam mit der zweiten Staffel von The Leftovers (ziemlicher Psycho-Kracher
von Lost-Alumni Damon Lindelof,
Empfehlung folgt bald!) wird die Show definitiv in der Lage sein, dass Loch zu
füllen, das True Blood, letzten
Sommer zu Ende gegangen, im Jahr 2014 hinterließ.
Nur noch Bock!
Preview: Game of Thrones, Staffel 5
Was erwartet uns am
kommenden Sonntag? Diejenigen, die die Bücher bereits gelesen haben, sahen sich
ja die letzten Jahre klar im Vorteil, jedoch scheint es nun so, dass dies nicht
mehr lange der Fall sein wird. Der letzte Trailer ließ bereits tief blicken,
und auch in den Interviews der letzten Wochen machten diverse Darsteller sowie George R. R. Martin keinen Hehl daraus, dass die kommende fünfte
Staffel sich von der Buchvorlage entfernen wird.
Das erklärt zwar, warum
Jamie Lannister in einem der Trailer plötzlich in Dorne zu sehen ist (wo er in
den Büchern ja nie hingereist ist), fragt sich momentan wohl die gesamte
Fangemeinde ob es ein cleverer Schachzug der Produzenten ist sich so dermaßen
von den Romanen abzuwenden und eine eigene Richtung zu verfolgen. Man muss
eigentlich davon ausgehen, dass Martin innerhalb der letzten zwei Jahre gemerkt
hat, dass er das sechste Buch wohl in näherer Zukunft nicht fertig kriegen wird
und damit Gefahr läuft von der Serie eingeholt zu werden. Für mich scheint dies
die einzige plausible Erklärung für das Abweichen von der Vorlage.
Nichtsdestotrotz ist davon
auszugehen, dass auch die neue Staffel nicht enttäuschen wird. Natürlich gibt
es immer wieder Fans, die dann behaupten, dass hier und dort ein paar Sachen
nicht stimmig sind und das man die Integrität der Romane nicht erhalten habe,
aber Martin wird – gemeinsam mit den Showrunnern David Benioff und Dan Weiss –
sich schon seine Gedanken gemacht haben um auch der fünften Staffel eine
Kohärenz und Struktur zu verleihen, die seinem Werk gerecht wird. Deswegen ist
er ja auch bei der Show mit an Bord.......
So: Am Montag wird die erste
Folge geschaut! Dann mehr dazu.
NETWORK TV
ABC
Format: 20 Minuten / Comedy
Plot: Ed O’Neill (Ja, DER Al Bundy-Darsteller aus den Neunzigern) gibt den Rentner in seinen Sechzigern. Dieser wohnt in direkter Nachbarschaft mit seinen zwei Kindern, Claire (verheiratet mit zwei Kindern) und Mitchell (Anwalt, wohnt zusammen mit seinem Lebenspartner Cameron) und diese Konstellation erzeugt allerlei Dramen in jeder erdenklichen Hinsicht.
Plot: Ed O’Neill (Ja, DER Al Bundy-Darsteller aus den Neunzigern) gibt den Rentner in seinen Sechzigern. Dieser wohnt in direkter Nachbarschaft mit seinen zwei Kindern, Claire (verheiratet mit zwei Kindern) und Mitchell (Anwalt, wohnt zusammen mit seinem Lebenspartner Cameron) und diese Konstellation erzeugt allerlei Dramen in jeder erdenklichen Hinsicht.
Fazit: Die sechste Staffel läuft erfolgreich in den USA,
die Erfolge bei den Emmy-Awards der letzten Jahre sprechen eigentlich auch für
sich. Bringt mich immer wieder zum lachen, und das konstant seit mehreren
Jahren. Leichte Kost, teils sogar herzerwärmend aber nie flach oder
anspruchslos; einfach nur clever und komisch. Zwischendrin einsteigen fällt
m.E. nach recht schwer. Daher lieber mit der ersten Staffel beginnen und dann
entscheiden.
Format: 45 Minuten / Krimi
Plot: Jura-Professorin und Strafverteidigerin Annalise
Keating (Viola Davis) wählt aus ihrer Uni fünf Jura-Studenten aus, die ihr in
ihrer kleinen Kanzlei mit aktuellen Fällen bzw. der Arbeit mit ihren Klienten
helfen sollen. Sie und ihr Team werden im Laufe des Semesters in einen Mordfall
verwickelt.
Fazit: Zu Beginn dachte ich, dass es eine weitere
weiblich-zentrierte Serie von Shonda Rhimes werden würden, die ja mit Grey’s Anatomy (Bin ein Fan seit der
ersten Folge, gebe ich hier offen zu!) und Scandal
schon zwei sehr beliebte Shows geschaffen hat, aber ich bin eines besseren
belehrt worden. How to... kommt nicht
so plump daher wie zunächst vermutet und hält ein paar sehr gute
180Grad-Drehungen für den Zuschauer bereit und ein paar astreine Cliffhanger
zum Ende einiger Folgen. Eine anständige Krimi-Serie.
CBS
Format: 45 Minuten / Drama
Plot: Die Frau des Staatsanwalts von Cook County in
Chicago, Alicia Florrick (studierte Juristin), hat genug von der Untreue ihres
Mannes und dem politischen Gehabe und entschließt sich, wieder in einer Kanzlei
zu arbeiten. Die Sozietät, in der sie ihren beruflichen Neuanfang wagt gehört
ihrem alten Freund (und Liebhaber) Will Gardner, was natürlich Komplikationen
beruflicher und privater Natur mit sich bringt.
Fazit: In den USA läuft bereits die sechste Staffel und
jede einzelne hält ihre eigenen Irrungen und Wirrungen bereit. Mir gefällt die
Show besonders, weil die Protagonistin, gespielt von Julianna Margulies, so
dermaßen überzeugend ist und der gesamten Serie ihren Stempel aufdrückt.
Gepaart mit weiteren starken Darstellern wie z.B. Christine Baranski, Matt
Czuchry und besonders Alan Cumming ist es eine Reise durch die Anwaltswelt in
Chicago und den politischen Problemen einer amerikanischen Großstadt. Die
persönlichen Dramen, Affären, Todesfälle und Enthüllungen sind immer wieder
geschickt eingeflochten in die Geschichte, die seit fast sieben Jahren läuft
und einfach nicht langweilig wird und auch zwischendurch extrem witzig ist.
FOX
Format: 45 Minuten / Krimi
Plot: Aussortierter FBI-Agent Ryan Hardy (Kevin Bacon,
guter Mann!) sieht sich den neuen Taten des Massenmörders Joe Carroll (James
Purefoy, spielt den Wahnsinnigen wahnsinnig gut) gegenüber, den er eigentlich
vor acht Jahren schon einmal hinter Gitter gebracht hatte. Joe hat es während seiner
Zeit im Gefängnis hinbekommen, sich eine Gefolgschaft, eine Schar an Jüngern
zuzulegen, die ähnlich gestört sind wie er. Nachdem er es schafft, auszubrechen
beginnt er mit seinem Clan weitere Morde zu begehen, die das FBI auf den Plan
rufen und natürlich auch den total versoffenen Hardy, der nun helfen muss Joe
wieder dingfest zu machen.
Fazit: Richtig gut, die erste Staffel fesselt einen geradezu
vor der Glotze. Es ist eine gänzlich andere Art von Krimi als z.B. How to... (s.o.), weil in diesem Fall
der Personenkult um den Massenmörder Carroll im Fokus steht und dessen latent
instabile Psyche sehr schlau mit der des Agenten vernetzt wird. Aus „FBI jagt
Sekte“ wird also sehr schnell „Ryan jagt Joe“ und das setzt beiden emotional
ziemlich zu. Und dann ist da noch die Ex-Frau des Mörders, die (natürlich) eine
Schwäche für den so labilen Agenten hat.....Wenn ihr Krimis mögt, guckt es Euch
an.
NBC
Format: 45 Minuten / Drama,Krimi
Plot: Raymond „Red“ Reddington (James Spader, kaum
gealtert seit Stargate im Jahr 1994)
gibt den ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter, der inzwischen auf der Liste des
FBI ganz oben steht, weil er seit seinem Ausscheiden aus besagtem Dienst eine
kriminelle Karriere eingeschlagen hat. Er stellt sich überraschenderweise dem
FBI und bietet an, ihnen bei der Suche nach Terroristen und Verbrechern zu
helfen. Dies aber nur unter der Bedingung, dass er mit Elizabeth Keen zusammenarbeitet.
Die kommt gerade frisch aus der Akademie und weiß kaum wie ihr am ersten
Arbeitstag geschieht.
Fazit: Extrem unterhaltsam, und meist recht
undurchsichtig. In dem Moment, wo man denkt, dass man jetzt kapiert hätte in
welcher Beziehung Red und Lizzie stehen wird man wieder enttäuscht und auf eine
andere Fährte geführt. Showrunner Jon Bokenkamp (der verantwortlich war für District 9 und auch Regie führen wird
beim neuen Alien-Werk, bin sehr
gespannt!) führt den Zuschauer mehrfach an der Nasen herum, aber verliert nie
den Fokus, denn der liegt auf der sog. Blacklist und was sie einerseits für
Reddington und andererseits für die Zukunft von Agentin Keen bedeutet. Am Ende
wäre da noch der Grundschullehrer Tom Keen, Elizabeths Ehemann: warum hält der
fünf verschiedene Reisepässe, ne Knarre und massig Bargeld in diversen
Währungen im Haus der beiden versteckt?! Gucken, und wundern!
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